Es gibt Schlimmeres als dies - Eine Frage des Geschmacks

Mikro statt Makro im Reitbahnviertel

EFRE-Gelder für kleine Projekte warten auf Abruf. Eine Stadtteilzeitung entsteht.

Im Reitbahnviertel können auch im Jahr 2010 Mikroprojekte von Bürgern oder Vereinen, die der kulturellen und sozialen Entwicklung des Stadtteils dienen, gefördert werden. Die nötigen Mittel stammen aus dem Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE). Katrin Stenzel vom Stadtteiltreff in der Reitbahnstraße 32 berät Interessenten zu den Fördermodalitäten. Außerdem plant sie mit Hilfe der Anwohner eine Stadtteilzeitung, die über Entwicklungen im Viertel berichten soll.

Im Stadtteiltreff, der vom AWO Kreisverband Chemnitz und Umgebung e.V. betreut wird, sind die Entwürfe für das Logo und die Namensvorschläge an eine Tafel geheftet. Die Vorschläge stammen von Anwohnern und werden im Stadtteilgremium, das am 10.2. tagt, diskutiert. Katrin Stenzel sucht außerdem nach engagierten Chemnitzern, die sich mit Artikeln einbringen möchten.

Die Wände des Stadtteiltreffs zieren außerdem Drucke des Projektes „Druck dein Viertel“ der Künstlergruppe Outark. „Das haben sie als Dokumentation gemacht. In dem Projekt wurden Fotos vom Viertel auf zwei Farben reduziert und anschließend auf Kleidungsstücke gedruckt.“, sagt Frau Stenzel. Dokumentationen der anderen im Jahr 2009 durchgeführten Projekte finden sich ebenfalls in diesem Raum. Dies waren u.a. eine Lesung des Kultur und Kunstvereins Beseder, ein 2-wöchtentlich stattfindender Sonntagsbrunch, eine Fahrradselbsthilfewerkstatt und die „Galerie im Fenster“, die den Autofahrern während einer Rotphase und den Fußgängern am Bernsbachplatz aufgefallen sein dürfte.

Auffällig ist außerdem, dass die Hälfte der Projekte von Akteuren durchgeführt wurden, die dem Wirkungskreis des Vereins Experimentelles Karree (ExKa e.V.) zuzurechnen sind. Der ExKa e.V. musste allerdins im Jahr 2009 bereits zugewiesene EFRE-Gelder für sein Großprojekt ablehnen, nachdem durch die Grundstücks- und Gebäudewirtschaftsgesellschaft mbH (GGG) keine ausreichende Standortsicherheit für das Karree am ehemaligen Kinderkaufhaus Reitbahnstraße 84, 82 und 80 gewährleistet werden konnte. Weiterhin auffällig ist hier, dass die Zuweisung der EFRE-Gelder für das Reitbahnviertel, die nun u.a. in Mikroprojekte fließen auf der Basis eines von der Stadt Chemnitz bei Stadtplanern in Auftrag gegebenen (und 2008 vom Stadtrat beschlossenen) integriertem Handlungskonzepts für das Reitbahnvierel gewährt wurden, welches als einen wesentlichen Bestandteil das Projekt „Experimentelles Karree“ enthielt.

Am 4. Januar 2010 wurde dem Verein Wiederbelebung Kulturrellen Brachlandes (WKB), der derzeit das Wohnprojekt ReBa 84 betreut, die Nutzungsgenehmigung für die Räumlichkeiten des ehemaligen Kinderkaufhauses, Reitbahnstraße 84, mit Wirkung zum 30.6.2010 seitens der GGG gekündigt. Der WKB hatte zuvor mit dem ExKa einen Kooperationsvertrag für die Nutzung des Gebäudes für das Experimentelle Karree geschlossen. Durch die Kündigung wird das Experimentelle Karree allerdings nicht an diesem Standort stattfinden können und der oben verlinkte Stadtratsbeschluss wird nicht umgesetzt.

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#Loboismus

Lo|bo|is|mus, der, -: <nach dem dt. Werber Sascha Lobo> mäßig lustiges Wortspiel, das aufgrund der Reputation des Senders einen Großteil der Empfänger zur Beifallsbekundung animiert.

 

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Freitags Poetry Slam

oder "Chemnitz ist überhaupt nicht Chemnitz" (W. Hogekamp)

Freitag, 21 Uhr: Menschen quetschen sich ins Weltecho, Rangeleien um die Stehplätze. Kurz darauf: Die Moderatoren betreten die Bühne und einer der besten Slams, die Chemnitz bis jetzt erlebt hat, beginnt. Neun Teilnehmer, 3 Gruppen und eine Musikerin: Didiling.

Wolf Hogekamp, deutscher Slam Pionier und Berliner Bastard-Slam-Veranstalter erzählt über Chemnitz. Der Text ist kurz. Konstantin Turra von der grandiosen Dresdener Lesebühne Letterman, die aber in Chemnitz nie richtig Fuß fassen konnte (Wer hat dafür die Werbung organisiert?) kommt in dieser Gruppe weiter. Der Dritte Poet der ersten Gruppe, Ron Uhlig, hatte einen emotionalen Text parat und Geburtstag, musste sich aber trotzdem geschlagen geben.

In meiner Gruppe gewinnt Dominik Bartels aus Braunschweig.
Franziska Wilhelm, Finalistin im Kulturspiegel-Literaturwettbewerb, gewinnt im Fotofinish - 0,1 Dezibel Vorsprung - die letzte Gruppe vor Veronika Scholz.
Damit waren alle Chemnitzer und der Mann mit dem Chemnitz-Text draußen. Machte aber alles nichts: Das Finale wurde großartig.
Franziska Wilhelm gewann schließlich den Grasovka, den wir anschließend gemeinschaftlich leerten.

Infos kompakt:

Texte von mir gibt es schon einige - bald mehr - bei der Stadt hinter dem Horizont.

Fotos (in Farbe): Patrick Schulze
Fotos (schwarz/weiß), (Lizenz CC-by-SA): Leon Weidauer

Fotoerläuterungen: Moderator Christian Kolb & Grasovka, Die Dame mit Hut & Applausometer, Wolf Hogekamp, Konstantin Turra, Ron Uhlig, meine Gruppe (Wolf H. Nestler, Dominik Bartels, Frank Weißbach), Kay Nagel, Franziska Wilhelm, Veronika Scholz

Demnächst erscheint Es gibt noch einen ausführlichen Artikel von Katrin Kropf bei Chemnitz lebt.

                 

 

 

 

 

 

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Welcome to Nerdvana

 

Bei H&M haben Sie jetzt auch den ganzen Nerdstuff...
Ich sollte weniger "Big bang theory" schauen...

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Frankenberger Stadtrat packt an

Ich war heute zu Hause in der Heimat und konnte nicht nur die köstlichen Kohlrouladen meiner Mutter genießen, sondern auch die regionale Tageszeitung.
Obiger Artikel liest sich online etwas anders, lässt aber erst in der Printvariante tatsächliche Handlungsbereitschaft - möglicherweise sogar Übereifer - des Frankenberger Stadtrats erkennen.

 

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WebMontag-Präsentation (#wmc01)

Twitternd um Deutschland
Der Social-Media-Auftritt der Lauf-KulTour vor, während und nach der Deutschlandumrundung zum Bewerben der Marktplatzevents und Gewinnung von Laufbegleitern auf einzelnen Streckenabschnitten.

Bonus
: Aufbau eines Kulturnachrichtentickers für Chemnitz mit Twitters neuem Listenfeature

 

 

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Wirtschaftlichkeitsbeurteilung: Mangelhaft.

Ich kaufte Sambal Oelek, Tabasco und Soja-Sauce für die Chicken-Wings-Marinade. Sie war gut, aber geschmacklich nicht von der Öl-Paprika-Marinade meiner werten Mutter zu unterscheiden.

Trotzdem gebührt dem Chefkoch auf Chefkoch gebührender Respekt für das Rezept.

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Nachtrag: #wmc01 und #tws

Es ist spät - für diesen Beitrag und auch für den Anlass.

WebMontage gibt es bereits seit über 4 Jahren in Deutschland. Sie richten sich an alle Web 2.0 - Interessierten, dienen deren Vernetzung, behandeln Web 2.0 - Themen und sollen als Diskussionsforum dienen (und auch den "kalifornischen Sonnenschein" des Silicon Valley nach Deutschland bringen).
Der Twittwoch (was ist da die Mehrzahl - Twittwochs oder Twittwöche?) ist eine Veranstaltung, die Unternehmen, deren Mitarbeiter und Selbstständige an Social Media heranführen soll.

Beides kam spät nach Chemnitz - und als es kam auch (zeitlich) sehr kompakt.
Der Webmontag (Twitter-Hashtag #wmc01) erreichte Chemnitz am 16.11. mit über 4 jähriger "Verspätung". Anfangs nur als ein kleines Event geplant, sagte ich sofort für einen Vortrag über die Social-Media-Aktivitäten der Lauf-KulTour zu. Die Lauf-KulTour ist der längste Staffellauf Deutschlands, mit dem ich im September unterwegs war. Nach der Veröffentlichung in der Xing-Chemnitz-Gruppe schwoll die Gästeliste schnell auf über 60 Teilnehmer an.

Bereits in der darauffolgenden Woche, am 25.11., fand der erste Twittwoch Sachsens (#tws) in Chemnitz statt. Die Mitglieder der Forschungsgruppe "Ubiquitous Microblogging - #ubimic"  hatten sich unabhängig vom WebMontag-Organisator Thomas Lörinczy um die Austragung dieser Veranstaltung beworben und die Zusage erhalten. Die Vorträge standen unter dem Motto "Microblogging – Sinnloser Hype oder ‘the next big thing’?”. Der nächste Twittwoch findet in Dresden statt.

Beide Veranstaltungen boten gute Vorträge, der WebMontag für Einsteiger mit Beispielen zu Web 2.0-Anwendungen, und der Twittwoch mit einer Mischung aus Anwendung und Forschung zu Microblogging.

Für mehr Informationen zu beiden Veranstaltungen folgt jetzt eine Linkliste:

WebMontag:

Organisation: Thomas Lörinczy (@xingchemnitz)

Vorträge:

  • "Twitternd um Deutschland" von Frank Weißbach (@textfehler)
  • "Einsatz sozialer Netzwerke für die Bewerbung von Produkten und Gewinnung neuer Kunden. Mit Live-Vorführung." von René Goldschadt (@ReneGoldschadt
  • "Joomla! from Scratch" - "Was macht Joomla! eigentlich?" von Gerald Martin (@germanis)
  • "Die Stadtbibliothek Chemnitz im web2.0 - warum Twitter und warum soziale Netzwerke?" von Katrin Kropf (@kaess)

Lokalität: Das Café im Tietz Chemnitz

Artikel im Blog der Stadtbibliothek und Bilder von Thomas Lörinczy.

Twittwoch-Sachsen:
Twittwoch-Organisatoren sind: @boehr, @gaedke, @LutzGerlach, @StefanHauptmann

Beiträge: auf der Twittwoch-Homepage

Artikel/Meinungen:

Location: schönherr EVENTKANTINE

Vielen Dank an Veranstalter, Vortragende und Gäste für die Gelungenen Events!

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Konstituierender Startbeitrag, Kapitel 3

Es gibt Schlimmeres als dies, als mich, als dieses Weblog, als die Dinge, die ich zu beschreiben gedenke.

Trotzdem sind sie erwähnenswert. Ebenso erwähnenswert wie der Anlass, der mich nach geraumer Zeit nun wieder dazu bewegt einen Blog, der auch ein kleines bisschen ein Tagebuch ist, mit Inhalten zu füllen. (Auch wenn dieses posterous laut Definition nur eine Mittel-(große)Blogplatform ist.)

Anlass meines neuerlichen Bloggerdaseins ist eine virale Marketingkampagne von Druckerei.de, bei der jeder einen nicht nur form-, sondern auch farbschönen Twitter-Wandkalender für 2010 erhält. Und nein, nicht nur einen: Drei.

So ist der schönde Mammon, die unbefriedigte Gier, meine Gier nach diesem Wandkalender, der Grund etwas zu beginnen; nicht mein Leben auf dieser Welt, mit dieser Welt, mit all den schön schaurigen Geschichten, sondern unbefriedigtes Verlangen nach Materiellem.

Mag dieser Anlass auch nicht die grundsätzliche Intention meines Wirkens widerspiegeln, so zeigt er doch eines: Es geht um Ästhetik und um das subjektive Empfinden gegenüber einer Sache. Es geht um Geschmack.

Nachdem nun all dies ge- und erklärt worden ist, können wir uns - ich und du lieber Leser - den wichtigen Dingen des Bloggens widmen: Der Zueignung. Dieser Blog ist für jene, die mich mit der Zeit aus den Augen verloren haben und jene, bei denen dies möglicherweise noch geschieht.

Und weiterhin in altbekannter Manier:

Es ist Zeit für Kapitel 3. (oder wie ein großer Mathematiker sagen würde 3,14159)

und nun zu den wirklich wichtigen Dingen...

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